FASZINATION ROTES MEER

Zauberhafte Tauchplätze im Norden

 

Nördlich von Dahab finden wir eine Vielzahl von legendären Tauchspots, darunter den Klassiker, das Blue Hole. Aber die Nordküste hat weitaus mehr zu bieten. Kleine Tauchplätze, die relativ unbekannt sind, werden Sie in Ihren Bann ziehen. Viel Spaß beim Stöbern.

Ras Abu Galum

Einer der nördlichsten Tauchplätze in Dahab ist Abu Galum im gleichnamigen Nationalpark. Zu diesem Tauchplatz bieten wir tolle Kamel-Tauchsafaris an, er ist aber auch per Boot erreichbar. Ein Muss für jeden, der das Erlebnis einer Wüstensafari und Tauchsafari kombinieren möchte. Ras Abu Galum Nord ist ein flacher wunderschöner Korallengarten, wo das Hauptaugenmerk auf kleineren Lebewesen liegt. In diesem Bereich von Abu Galum gibt es große Korallenblöcke mit Nacktschnecken, Skorpionsfischen und Steinfischen.

Außerdem hat man hier eine sehr gute Chance auf Schildkröten, spanische Tänzerinnen und Fetzenfische! Der Tauchgang in Ras Abu Galum Süd wird an der berühmten Steilwand durchgeführt, welche senkrecht auf eine Tiefe von über 80 m abfällt. Die Wand wird von Hartkorallen dominiert, hat aber auch Bereiche mit farbenfrohen Weichkorallen, Überhängen und Schwarzen Korallen.

The Bells

Dieser echte Topspot liegt ca. 70 m nördlich vom Blue Hole und hat seinen Eingang in einem kleinen Pool.

Abwärts gehts in einem Riss in der vertikalen Steilwand. Diese fällst zuerst bis auf ca. 170 m ab und danach bis auf ca. 1.700 m Tiefe ins außergewöhnlich klare Blau des Golf von Aqaba. Der Tauchplatz ähnelt einem im Riff eingefassten Kamin und wird meist in Kombination mit dem Blue Hole betaucht, da beide nebeneinander liegen.

Ein besonderer Nervenkitzel ist es den “Glockenturm” (Bells) kopfüber bis in eine Tiefe von 30 m abzutauchen. Nach verlassen des Kamins taucht man südlich und das Riff zur Rechten langsam höher Richtung Blue Hole. Die herrliche Wand fällt steil ins Blaue und ist mit großen Kolonien von Sternkorallen, Fächerkorallen, Weich-, und Schwarzkorallen so wie Seeanemonen bewachsen. Nach ca. 40 min. erreicht man in 7 m Tiefe einen mit bunten Korallen übersäten Sattel, der den Zugang zum Inneren des Blue Hole ermöglicht.

Übrigens: Der Tauchplatz verdankt seinen Namen dem “Ding Dong”, das die Taucher beim Einsteigen und Abtauchen an den engen Riffwänden mit ihren Flaschen verursachen.

Blue Hole

Das Blue Hole ist einer der berühmtesten Tauchplätze im Roten Meer. Im Blue Hole kann man oft Freitaucher beobachten; eine willkommene Abwechslung beim Sicherheitsstopp. Außerdem wurden hier auch schon kleinere Delfinfamilien sowie Schildkröten gesichtet.

Über die Entstehung des ca. 60 mal 80 m großen und über 100 m tiefen Loches ist gibt es verschiedene Theorien. Der Grund, warum das Blue Hole als einer der gefährlichsten Tauchplätze der Welt gilt, ist eine Verbindung zum offenen Meer, die wegen ihrer Form als „Arch“ (engl. für Bogen) bezeichnet wird. Sie reicht vom Grund des Blue Hole bis hinauf auf 55 m Tiefe.

An ihrem oberen Ende ist sie nur noch wenige Meter breit und ca. 26 m lang. Auch an der Außenkante bildet das Korallenriff einen nahezu senkrechten Steilabfall, der sich unterhalb des „Ausgangs“ des Blue Hole als steiler Hang bis in mehrere hundert Meter Tiefe fortsetzt.

Anne el Camilla

Andere Tauchbasen, andere Namen: bei uns hat Hans diesen Platz so benannt: „Anne die Schöne“. Und der Name passt, denn dieser Spot ist sicher einer der schönsten Dahabs – und ein echter Geheimtipp. Dieser Tauchplatz hat atemberaubende Drop-offs in beide Richtungen: Nord oder Süd. Wunderbare, intakte Korallengärten und reichlich Fisch. Immer wieder schwimmen auch größere Arten vorbei, wie die erwähnte Schildkröte, aber auch ab und an ein Adlerrochen oder große Barakudas. Der Platz liegt nördlich von Ricks Reef, kurz vor dem Blue Hole, ist aber in weiten Bereichen unbetaucht. Nur selten treffen wir andere Tauchschulen und hoffen, dass das so bleibt.

Rick’s Reef

Gleich neben dem Canyon findet sich der Tauchplatz Rick’s Reef, von dem man, bei geringem Luftverbrauch, einen ca. 50-minütigen Drift Dive zum Canyon machen kann. In der Regel wird dabei nicht tiefer als 18 Meter getaucht. Dieser Tauchgang kombiniert Hartkorallen und typische Elemente von einem sandigen Abhang mit Korallen und entsprechenden Fischen, wie z.B. Rotfeuerfische, Muränen, Blaupunkt- oder Adlerrochen und mit etwas Glück sind hier auch Schildkröten.

Der Canyon

Einer der berühmtesten Tauchplätze in Dahab ist der Canyon. Man taucht hier zunächst durch eine flachere Lagune und dann hinter einer Riffwand bis auf eine Tiefe von 10 bis 15 Metern ab.   Der Canyon ist ein Riss in den wunderschönen Korallengärten, welcher einer einen spaltbreit geöffneten Muschel ähnelt. Ein Phänomen und Highlight! In ca. 20 m Tiefe öffnet sich der Riss und lädt ein sich in die Tiefe fallen zu lassen. Hier taucht man auf den sandigen, 28 m tiefen Grund ab und bewundert die Lichteffekte, die durch die Sonnenstrahlen hervorgerufen werden. Der Canyon selbst zieht sich aber mit enger werdenden Schluchten steil abfallend weiter in eine  Tiefe von 50 m. In der “Fishbowle” wimmelt es von Glasfischen, die den Taucher völlig umringen.   Übrigens: Taucht man den Canyon erst später am Morgen, sieht man einen Vorhang aus Luftblasen anderer Taucher aus dem Gestein aufsteigen.

Abu Talha

Der Tauchplatz Abu Talha wird nicht so oft betaucht und man sieht hier selten andere Taucher. Nach dem Abtauchen in einer kleinen Lagune führt der Weg über einen farbenfrohen Korallensattel hinaus ins Meer. Hier kann man die volle Pracht der Korallen und Fischvielfalt entlang der Riffkante bestaunen. Während des Tauchgangs wechseln sich Tischkorallen mit Weichkorallen ab, während bunte Zackenbarsche und Drückerfische die Taucher begleiten.   Daumen Drücken: Wenn man besonders viel Glück hat zeigen sich hier auch immer wieder Adlerrochen.

Abu Helal

Ras Abu Helal, bedeutet “Kopf des Neumond” und bezieht sich auf das halbmondförmige Riff südlich von Abu Talha. Abu Helal und auch Abu Talha können nur bei Flut und perfekten Bedingungen betaucht werden. Dadurch werden diese Spots deutlich weniger als andere Standorte besucht und die Korallen sind hier noch in einem ausgezeichnetem Zustand. Das Riff umgibt eine flache Lagune bei etwa 10 m.   Über Wasser findet man eine sanft abfallende Bucht und auf der Nordseite einen breiten Bergrücken. Die Vielfalt von Weich- und Hartkorallen und marinem Leben ist atemberaubend. Unter den vielen Riffbewohner sind große Zackenbarsche, Drückerfische, große Kugelfische, Einhornfische, Lippfische und Rotfeuerfische. Meeresschildkröten sind hier auch regelmäßig mit etwas Glück anzutreffen.

Eel Garden

Der Tauchplatz hat seinen Namen von den Sandaalen, welche hier zu tausenden aus dem Sand ragen. Sandaale sind scheue Tiere, die in Röhrensystemen im sandigen Meeresboden leben. Der Eel Garden liegt ca. 50 m vom Zentrum Dahabs bzw. dem Lighthouse entfernt und kann in wenigen Minuten mit dem Pick Up erreicht werden. Anfangs taucht man einige Meter durch einen kleinen Canyon in eine sandige Lagune, welche von wunderschönen Korallenwänden umsäumt ist. Der Tauchgang führt über einen sandigen Abhang auf welchem sich zahlreiche Aale niedergelassen haben. Auf dem Rückweg taucht man entlang einer Riffwand, welche mit ihrer Farben- und Korallenpracht jedes Taucherherz höher schlagen lässt. Auch Adlerrochen werden hier hin und wieder gesichtet.

Lighthouse

Der Tauchplatz liegt im Herzen von Dahab und kann bei allen Wetterbedingungen problemlos betaucht werden. Das Lighthouse ist der zentrale Spot in Dahab, welcher sowohl traumhafte Tauchgänge, als auch optimale Kursbedingungen bietet. Die klassische Route schlängelt sich um riesige Korallenblöcke herum entlang des sandigen Abhangs bis zu einer Tiefe von 30 m, dann steigt der Weg wieder auf eine Tiefe von 8-12 m, folgt der Riffwand die mit kleinen Überhängen durchzogen ist. Die alternativ Route wird Fotografen und Naturisten empfohlen. Ein sandiger Abhang der mit einer dicken Seegrasschicht bewachsen ist. Man sollte sich hier Zeit lassen, um die vielfältige Fauns zu betrachten, vielleicht trifft man auch auf einen Oktopus, Kugelfische und junge Exemplare zahlreicher anderer Fische. Ein weiteres Highlight ist der künstlich angelegte Unterwasserparcours, ideal für Tarierübungen.